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Ausstellungen

"La vie en rose"

Mahssa Askari
25. Januar - 3. März 2024

Interview mit Michael Zerban, Chefredakteur O-Ton, online Magazin

https://o-ton.online/spezial_1/o-ton-audio-askari-zerban-240119/ 


Review der Eröffnung von Michael Zerban:
https://o-ton.online/spezial_1/o-ton-meerbusch-la-vie-en-rose-zerban-240125/


Mahssa Askari malt Lebensgefühl als Erinnerungen an Zeiten, die so viel leichter wirken als die Heutigen. Ihre Figuren befinden sich an Orten, wo man sein möchte, erleben Emotionen, die man meint zu kennen. Und während der Seele beim Betrachten schon Flügel entfaltet, kann der Intellekt das Gesehene doch nicht wirklich greifen. Wer steht da? Wo genau? Was tun die Menschen? Was kommt auf sie zu? Diese Fragen speisen sich wie Regieanweisungen in die Gedanken des Betrachters, der versucht sich selbst in das Geschehen hineinzuversetzen.  Die Bilder wirken unendlich vielschichtig und entziehen sich so konsequent unserer konkreten Interpretation, ähnlich wie ein Traum. Der Betrachter ist Betrachter und bleibt es auch. Und doch laden Mahssa Askaris Bilder bei aller Distanz gleichzeitig dazu ein, die Szene weiterzuspielen, den eigenen Film zu konzipieren, mit der persönlichen Geschichte auszufüllen. 

 

Mahssa Askaris persönliche Geschichte beginnt in Khoramshar, Iran wo sie mit Ihrer Familie lebt, bis sie im Alter von 12 Jahren zusammen mit Ihrem Bruder nach Deutschland zieht. Da die Malerei immer schon ein wichtiger Bestandteil Ihres Lebens war, bewirbt sich Mahssa 2006 erfolgreich an der Kunstakademie in Düsseldorf und schließt diese als Meisterschülerin von Herbert Brandl 2015 ab. Seitdem lebt und arbeitet sie als erfolgreiche Malerin weiterhin in Düsseldorf. 

 

Mahssa malt, was ihr Instinkt ihr sagt, setzt auf Hoffnung und Ruhe, Lebensfreude und Zurückgenommenheit, als Träger ihrer Gedanken. Ihre Bilder gehen, wie ein Pendel von fröhlich bunt zu blassgraubraun, ohne dass damit irgendwelche intellektuellen Tiefen ausgeleuchtet werden sollen, sondern weil Farbe auch satt macht und Ton in Ton echte Spannung erzeugen kann. Ihre Bilder baut sie wie Collagen auf, durch Verfremdung von Fotos und Abbildungen, welche sie im Zusammenhang des Bildes, das sie malen möchte, interessieren. Die Farbe trägt sie in zahlreichen Schichten dünner Tempera auf, wodurch der direkte visuelle Zugriff auf die Bildfläche verwehrt wird. Und wie die Farbnuancen wechseln auch die Räume, in die Mahssa Ihre Figuren platziert. Lange Zeit malte sie überwiegend stille Interieurs, wo schöne Frauen in geschlossenen Räumen am Fenster sitzen oder stehen – alle zeitlosen Bilder voller Sehnsucht. Nun aber sind die Räume wieder offen, die Wände weggefallen, ihre Figuren scheinen sich an den neuen Bewegungsspielraum jedoch noch nicht ganz gewöhnt zu haben. Eine Frau, zum Ausgang angekleidet, späht über eine hohe Mauer in die Ferne, Menschen stehen wie angewachsen in einer weiten Ebene, eine Gruppe von Leuten läßt nur langsam die Enge der Bäume hinter sich, um dem Lichten Horizont entgegenzugehen. Genau diese Divergenz aber ist es, die Mahssa reizt. Auch Farben werden nicht für ihre Emotionalität ausgewählt, sondern für ihr Kontrastpotential, wo Schwarz ganz selbstverständlich der gern gesehene Gegenspieler hellerer Töne ist. Spannung soll entstehen, Dynamik innerhalb der Bildfläche. Denn wo viel Licht ist, gibt es auch viel Schatten und vage Ahnungen wecken konkrete Wünsche. 

 

Isabelle v. Rundstedt

nach einem Gespräch mit der Künstlerin

It's a match! 

Silke Albrecht & Laura Aberham 

25. August - 29. Oktober 2023

Shifting light

Tom Henderson

21. Mai - 8. Juni 2023

Wann habe ich angefangen mich zu wundern?
Dominik Sartor
27. Januar - 12. März 2023

What ever it feels like
Linda Nadji 
27. Oktober - 1. Dezember 2022

Das Konfetti wird zeitnah entfernt
Anna Weber 
19. August - 16. Oktober 2022

Was wissen wir denn wirklich?
Christina Puth 
20. Mai - 19. Juni 2022

Dear Miami
Katja Tönnissen
11. März - 8. Mai 2022
Fotos: Kai Werner Schmidt

Fully Empty
Jae-Seong Ryu 
29. Oktober - 21. November 2021

Struktur
Hiroki Tanaka 
2. September - 24. Oktober 2021

Diary of Light.
Fotografien von Jonas Gerhard
29. Oktober 2020 - 14. Februar 2021

rings like silver shines like gold
Mahssa Askari, Astrid Busch, Peter de Boer, Jonas Gerhard, Jacqueline Hess, Patrizia Lohmann, Jennifer López-Ayala, Linda Nadji, Ursula Ott, Johannes Post, Christina Puth, Jae-Seong Ryu, Dominik Sartor, Levente Szücs, Hiroki Tanaka,
Katja Tönnissen, Alexander Ernst Voigt, Anna Weber, Emil Zander
3. September - 25. Oktober 2020

tropical snow
Patrizia Lohmann und Alexander Ernst Voigt
13. Januar - 19. April 2020

Hohes Licht
Ursula Ott
12. Dezember 2019 - 9. Februar 2020

Sexton Blake
Astrid Busch
7. November - 8. Dezember 2019

To The Sea
Peter de Boer
5. September - 3. November 2019

TUBE
Jae-Seong Ryu
5. Juni - 11. Juli 2019

Beyond Horizon
Levente Szücs
3. April - 26. Mai 2019

Something like Paradise
Mahssa Askari 
14. Februar - 31. März 2019

Begegnung in Meerbusch
Will Hanebal & Thomas Kesseler
28. Juni 2018 - 10. Februar 2019
eine Doppelausstellung in der Galerie im Alten Küsterhaus und in der Bethlehem Kirche